Fritzis Wollgeschichten

Willkommen in meinem Blog.

Gestatten? Fritzi, alias Sabine Schwier. In Zukunft werde ich in lockerer Folge für alle, die diese Web-Seite aufsuchen, über Themen aus der Wollwelt berichten.

Wollallergie

Stricken, Wolle, Minden Relativ häufig erzählen mir Strickerinnen von ihrer Wollallergie. Wenn ich nachfrage, erfahre ich fast immer, dass es keine ärztliche Diagnose gibt, wohl aber die Erfahrung, dass der Kontakt mit wollhaltigen Textilien Hautprobleme wie Rötungen und Juckreiz erzeugt. Diese unangenehmen Hauterscheinungen müssen aber nicht zwangsläufig auf die Wolle an sich zurückzuführen sein. Neben einer mechanischen Reizung durch grobe Fasern kann es sich auch um eine Reaktion auf Produktionsrückstände handeln, die aus dem Färbeprozess, der Textilausrüstung (zum Weichmachen, gegen Schimmelbildung, Knittern, Einlaufen etc.) oder der Lagerung (Pestizide) stammen können. Eine richtige Wollallergie macht die Haut gegen das Wollfett, auch Lanolin genannt, empfindlich. Um einer mechanischen Reizung vorzubeugen, kann man Garne aus extrafeinen Fasern verwenden. Bei Verdacht auf eine Wollfettallergie solltest du unbedingt einen Hautarzt/ Allergologen aufsuchen, denn Lanolin ist in sehr vielen kosmetischen und Arznei-Produkten enthalten. Ein Trost für die Allergikerin: Alpakawolle enthält von Natur aus kein Lanolin. Wenn du einer chemischen Belastung von Strickgarnen aus dem Weg gehen willst, empfiehlt es sich, auf das Öko-Tex Siegel zu achten. Frag ruhig beim Hersteller nach: wer nichts zu verbergen hat, wird dir gerne Einblick in die jeweiligen Testergebnisse gewähren.

Wirklich immer kratzig?

Stricken, Wolle, Minden „Schurwolle kratzt“ ist eine Aussage, mit der ich häufig im Gespräch mit Kundinnen konfrontiert werde. Dabei ist das ein Vorurteil und als solches leider undifferenziert. Was bedeutet „Schurwolle“ denn nun? Es bedeutet erstmal nur, dass die Wolle vom lebenden Schaf stammt, also bei der Schur gewonnen wurde. Wenn auf einem Etikett oder einer Banderole nur „Wolle“ steht, kann diese auch als Reißwolle (Recyclingprodukt), als Sterblingswolle (vom verendeten Tier) oder als Gerberwolle (vom geschlachteten Schaf) angefallen sein. Über die Feinheit der Fasern und damit, ob das Garn nun kratzt oder nicht, sagt das nichts aus. Resümee: natürlich gibt es grobe Schurwolle, die kratzig ist, aber gerade im Handstrickangebot gibt es auch eine Vielzahl sehr feiner Schurwollgarne, die der Haut schmeicheln und sich schön geschmeidig verarbeiten lassen. Es ist wie mit allem anderen auch: wenn man erst seine Vorurteile überwunden hat, tun sich weite Horizonte auf.

Vorweihnachtszeit.

Kurs, Handarbeitskurs, Strickkurs, Sockenstricken, Minden Das Wetter wird rauh und die Ohren werden kalt. Was tut die Wollliebhaberin (Entschuldigung, natürlich auch der Wollliebhaber) dagegen? Genau - eine Mütze stricken. Und zwar eine Weihnachtsmütze. Falls ihr dafür eine Anregung benötigt, dürft ihr gerne auf meine Anleitung für die Weihnachtsmütze Sankt Strickolaus zurückgreifen, die ich frisch für euch zubereitet habe.

Betreutes Stricken

Kurs, Handarbeitskurs, Strickkurs, Sockenstricken, Wolle, Pullover, Minden Am Montag, 02.12.2019 startet bei Fritzis Masche eine neue Veranstaltungsreihe, das Betreute Stricken. Die erste Staffel läuft während der Adventszeit und widmet sich der Anfertigung eines Brioche-Loops, der dann noch als Weihnachtsgeschenk zum Einsatz kommen kann (sofern die jeweilige Teilnehmerin ihn dann überhaupt hergeben möchte …). Das Betreute Stricken ist kein Kurs; es geht hier vielmehr darum, in netter Gesellschaft ein Stück nach Möglichkeit fertigzustellen. Dabei stehen Stricken, Spaß, Glühwein und Kekse eindeutig im Mittelpunkt. Für alle, die noch kein Brioche (zweifarbiges Patentmuster) gestrickt haben, gibt es zu Beginn natürlich den nötigen Input. Weitere Termine und Themen für das Betreute Stricken sind in Vorbereitung, darunter auch eine Samstagsstaffel.